Für das GFO Region Murten bleibt auch in den neuen Räumen das Handlungsprinzip gültig: «In Krisen Köpfe Kennen»

Texte français

(14.11.2019) Mit der Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrlokals in Murten konnte das GFO Region Murten Räumlichkeiten im gleichen Gebäude beziehen, in denen es in Zukunft seine Aktivität in enger Verbindung mit der Feuerwehr wird abwickeln können. Aus Anlass dieser wichtigen Etappe für das Gemeindeführungsorgan nimmt Katharina Thalmann-Bolz, Präsidentin des die politische Verantwortung tragenden Verbands BSRM eine Standortbestimmung über die Entwicklung der Strukturen für den Bevölkerungsschutz in der Region vor.


Verbandspräsidentin Katharina Thalmann-Bolz am Tag der Offenen Tore zur Eröffnung des Feuerwehrlokals. Als zentrale Partner in den Bevölkerungsschutzaktivitäten waren am Anlass natürlich die Blaulichtorganisationen Polizei, Rettungsdienst/Ambulanz und Feuerwehr gebührend vertreten. 

Frau Thalmann, Sie sind als Mitglied des Gemeinderats Murten von Anbeginn, seit 2010, Präsidentin des Verbands für Bevölkerungsschutz der Region Murten (BSRM) gewesen. Welche Bedeutung hat Ihrer Ansicht nach die im November 2019 erfolgende Ansiedlung dieses Verbands in den neuen Räumen der Feuerwehr in Murten?

Das Zusammenrücken mit einer Blaulichtorganisation in räumlicher wie in operativer Hinsicht ist eine Chance und ein grosser Vorteil für die Zusammenarbeit und das Zusammenspiel bei der Prävention, der Vorsorge und der Katastrophenbewältigung. Der Bevölkerungsschutzverband mit dem GFO profitiert in den neuen und modernen Lokalitäten zusammen mit der Feuerwehr von modernsten Infrastrukturen.

Welche Organisationen hat der Verband für Bevölkerungsschutz neben der Feuerwehr als Hauptpartner für seine Tätigkeit?

Die Polizei (Kanton und Gemeinde), das Gesundheitswesen mit der Ambulanz in der Region Murten, der kantonal organisierte Zivilschutz , die technischen Dienste wie die Industriellen Betriebe Murten (IBM) und als Hauptpartner die dreizehn Gemeinden des Bevölkerungsschutzverbandes der Region Murten (BSRM).

Der BSRM hat als Partner oder Informationsquellen nicht nur Polizei, Feuerwehr und Ambulanz sowie die technischen Dienste, sondern auch die verschiedenen mit Gefährdungen der Gesundheit befassten Stellen und Institutionen. Der Verband für Bevölkerungsschutz selber spielt nur im Ernstfall eine operative Rolle. Er muss sich jedoch immer bereit halten für das Eintreten einer ausserordentlichen Situation, bei der er plötzlich bei einem erweiterten Aufgabenkreis eine Aufgabe der Koordination hätte. Was wären solche Situationen?

Das könnten längere Störungen und Ausfälle in der Stromversorgung, Trinkwasserverschmutzung, lange Hitzeperioden mit Trockenheit, Überschwemmungen, Pandemien und/oder ein Störfall im Kernkraftwerk Mühleberg (für die nahe Zukunft umso mehr, da die Schweiz als erstes Land den Rückbau eines Kernkraftwerkes umsetzt) sein.

Ist es ein Problem, dass der Bevölkerungsschutz wenig bekannt ist, jedenfalls nicht die Sichtbarkeit hat, die Feuerwehr, Polizei und Rettungsequipen der Ambulanz haben?

Meines Erachtens nicht. Die Bevölkerung will die Sicherheit gewährleistet haben und in Ernstfällen auf den Bevölkerungsschutz zählen können. Wichtig ist, dass das GFO immer einsatzfähig ist. Das ist in der Region Murten der Fall, da in der Vergangenheit verschieden Übungen durchgeführt wurden. Wichtig ist das «In Krisen Köpfe Kennen» (das KKK-Prinzip).

Welches sind die Vorteile, die die regionale Organisationsform mit einem Gemeindeführungsorgan auf Verbandsebene bietet? Hat diese Organisationsform auch Nachteile gegenüber einer zentralisierten Lösung?

Die Vorteile einer regionalen Organisationsform sind die örtlichen und regionalen Kenntnisse, und die Zusammenarbeit mit bekannten Partnern. Das Gebiet ist übersichtlich und die Wege sind kürzer und effizienter. Präventions- und Vorsorgeübungen sind gezielt auf die in dieser Region bestehenden Risiken ausgerichtet. Die Risikoanalyse der Region ist per Ende 2019 aktualisiert. Aufgrund der ausgewiesenen Risiken werden die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung der nahen Zukunft geplant.

Das GFO für die Region Murten hat in seiner Informationspolitik in den letzten Jahren auch Themen der Volksgesundheit angeschnitten (z. B. die von Zeckenstichen ausgehende Gefahr) sowie auch Empfehlungen für die Vorsorge gegeben. Soll es mit dieser Art der Information weitergehen?

Ja, auf jeden Fall. Der Schutz der Bevölkerung erstreckt sich über alle Gefahrenbereiche, seien es Natur-, technische oder gesellschaftliche Gefahren. Die Region Murten hat mit dem Grossen Moos und vielen Wäldern grosse Gebiete wo die Menschen der Zeckengefahr immer stärker ausgesetzt sind. Schützen sie sich und ihre Kinder. Generell möchte ich auf die App ALERTWSISS des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) verweisen. Die Schweiz ist von grossen Katastrophen zwar selten betroffen, trotzdem hilft es zu wissen, welches Verhalten uns schützen kann. Mit dieser App können Sie in wenigen Minuten einen Notfallplan für die Familie erstellen und vieles mehr. Laden Sie die App auf Ihr Smartphone und Sie sind bei Grossereignissen oder Katastrophen umgehend informiert und wissen wie Sie sich verhalten können.

Das Kantonsgesetz über den Bevölkerungsschutz soll von Grund auf überarbeitet werden. Welche Änderungen könnte die in Vorbereitung stehende Gesetzesrevision auf Kantonsebene für die Arbeitsweise im Bevölkerungsschutz haben?

Das neue kantonale Bevölkerungsschutzgesetz gelangt anfangs 2020 in die Vernehmlassung. Es sieht so aus, dass es künftig im Kanton Freiburg keine Gemeinde- oder regionale Führungsorgane (RFO/GFO) mehr geben soll. Das bereitet mir Sorgen. Die heutigen Aufgaben der GFOs sollen vom Kanton zentralisiert und das Oberamt, soll die Risikoanalyse erarbeiten. Mitarbeitende der Gemeinden sollen im Ereignisfall den Kanton unterstützen. Die Gemeinden sollen während Katastrophen und Notlagen vom Kanton unterstützt werden. Dieses System ist nicht neu. In den70er-Jahren war das System ähnlich. Aus meiner Sicht muss es künftig auf regionaler Ebene weiterhin möglich sein, zum Beispiel Bezirksführungsorgane zu führen. Das ist finanziell wie auch im Sinn der Sache die effizienteste Lösung, das heisst bezüglich rascher und effizienter Unterstützung der Bevölkerung dank Ortskenntnissen der lokalen Spezialisten und, wie bereits erwähnt, in Krisen Köpfe kennen.

Interview: Informationschef GFO / BSRM
Alain Grandjean


Das Gemeindeführungsorgan Region Murten GFO konnte bereits Anfang November eine erste Sitzung am neuen Standort, im Feuerwehrlokal am Herrenschwandweg in Murten, abhalten.

L’ORCOC Région de Morat s’est installé dans le nouveau local des pompiers. Au centre de sa philosophie le principe: «En cas de crise connaître les gens»

Texte allemand

(14.11.2019) A l’occasion de la mise en service du nouveau local des sapeurs pompiers à Morat, la Protection de la population a pris ses quartiers dans le même bâtiment, où il pourra exercer ses fonctions en cas de crise en lien direct avec les corps de pompiers. Il s’agit donc d’une étape importante pour l’organe de conduite intercommunal (ORCOC) fondé en 2010 et placé dès ses débuts sous la responsabilité politique de Katharina Thalmann Bolz, conseillère communale à Morat. La présidente de l’AsPPRM a répondu à nos questions pour un état des lieux et une appréciation quant aux évolutions à venir pour l’organisation régionale.


Katharina Thalmann-Bolz, présidente de l’AsPPRM lors de la Journée des portes ouvertes qui a suivi l’inauguration du nouveau local. Lors de cet événement, la visibilité des organisations de première intervention (police, ambulanciers et pompiers) comme partenaires essentiels de la Protection de la population était évidemment assurée.  

Madame Thalmann, comme membre du Conseil communal de Morat, vous êtes depuis 2010 présidente de l’AsPPRM (Association pour la Protection de la population de la Région de Morat. Quelle importance prend à votre avis l’installation en novembre 2019 de cette organisation dans les nouveaux locaux des pompiers à Morat ?

Ce rapprochement de nature à la fois spatiale et opérationnelle vers une organisation d’intervention est une chance pour l’AsPPRM et offre de grands avantages pour la collaboration et la coordination en matière de prévention et pour les mesures préparatoires ainsi que la gestion des situations de catastrophes. Avec les locaux modernes et bien équipés qu’ils trouvent aujourd’hui auprès des sapeurs pompiers, l’Association de protection de la population et l’ORCOC qui en dépend ont la garantie de disposer d’une infrastructure adéquate et bien en phase avec celles des organisations partenaires.

Mis à part les sapeurs-pompiers, quelles sont les principales organisations avec lesquelles l’Association pour la protection de la population entretien un partenariat plus étroit?

S’agissant du domaine opérationnel, je citerai la police (aux niveaux cantonal et communal), le domaine des interventions de santé avec l’ambulance de la région de Morat, puis la Protection civile, qui est aujourd’hui une organisation cantonale et également les services techniques, qui dépendent des Services industriels de Morat. En même temps, les treize communes qui forment aujourd’hui l’Association pour la protection de la population de la Région de Morat ont entre elles des liens de partenariat solides.

La façon dont se présente dans la région l’Association pour la Protection de la population est très différente de l’image que donnent ses organisations partenaires. En effet, l’AsPPRM n’intervient de façon visible que dans des situations extraordinaires avec l’entrée en service de l’ORCOC. Celui-ci doit cependant toujours être prêt à assumer sa fonction de coordination, dès que le cadre de ses tâches se trouverait élargi. Dans quels genres de situations l’ORCOC peut-il être appelé à jouer un rôle opérationnel?

Il peut s’agir d’une rupture de l’approvisionnement en électricité avec d’importantes pannes de réseau, d’une contamination de l’eau potable, d’une vague de chaleur prolongée accompagnée de sécheresse, d’une inondation mettant en cause le fonctionnement des infrastructures. L’organisation dit aussi être prête à intervenir dans le cas d’une pandémie, de même que pour un accident nucléaire touchant la centrale nucléaire de Mühleberg, dont le démantèlement va bientôt commencer.

Ressentez-vous comme un problème que beaucoup de gens connaissent mal la Protection de la population, ou en tout cas qu’elle n’ait comme organisation pas la même visibilité que les pompiers, la police ou les ambulanciers ?

Je ne crois pas que cela soit un problème. Les habitants de la région veulent que leur sécurité soit garantie et qu’ils puissent en cas d’accident majeur compter sur la Protection de la population pour que celle-ci joue son rôle. L’important est que l’ORCOC soit toujours prêt à entrer en fonction. Et je peux dire que cela est le cas dans la région de Morat, puisque des exercices de diverse nature ont été menés à cet effet. Ce qui doit fonctionner, ce sont les contacts, selon ce qu’on appelle en allemand le principe KKK – «in Krisen Köpfe Kennen» («En cas de crise connaître les gens»).

Quels avantages offre une organisation régionale avec un organe de conduite pour une association de communes? Une telle forme présente-t-elle aussi des faiblesses par rapport à la centralisation?

Les avantages d’une forme d’organisation régionale résident dans la connaissance des lieux pour la mise en œuvre de mesures et dans le travail en partenariat entre les différentes organisations d’intervention. La vue d’ensemble sur un espace restreint permet d’atteindre une plus grande efficacité avec une communication plus directe. Les exercices relevant de la prévention et de la prise en charge sont alors axés de façon ciblée sur les risques spécifiques à la région. Pour notre région, on dispose d’une Analyse des risques actualisée à fin 2019. C’est sur la base des risques établis que seront planifiées les mesures de protection de la population applicables déjà dans un avenir proche.

Dans sa politique d’information des dernières années, l’ORCOC pour la région de Morat a touché parfois à des thèmes relevant de la santé publique (p. ex. le danger lié aux piqûres de tiques) et relayé des recommandations officielles en matière de prévention (notamment lors des vagues de chaleur de 2015 et 2018). Vous paraît-il judicieux de continuer à diffuser ce genre d’informations?

Sans aucun doute. La protection de la population s’étend à tous les domaines où existent des dangers, qu’il s’agisse de risques naturels, techniques ou sociétaux. La région de Morat a de grandes surfaces de forêt dans ses alentours qui, comme aussi le Grand-Marais, représentent un risque important d’exposition à des piqûres de tiques potentiellement porteuses de maladies. On ne peut donc que recommander aux gens de se protéger et de protéger leurs enfants. De façon générale, j’aimerais signaler à toutes celles et à tous ceux qui ne la connaissent pas l’application ALERTSWISS de l’Office fédéral de la Protection de la population (OFPP). Bien que la Suisse ne soit que rarement touchée par de grandes catastrophes, il est tout de même utile de connaître les comportements qui peuvent permettre de se protéger. Avec cette appli, vous pouvez en quelques minutes établir un plan d’urgence pour votre famille et trouver toutes sortes de renseignements quant à la marche à suivre. Dès que vous aurez effectué le téléchargement, vous aurez un accès immédiat et en temps réel à toutes les informations nécessaires en cas d’accident majeur ou de catastrophe naturelle et pourrez connaître toutes les recommandations de comportement des autorités.

La loi cantonale sur la protection de la population doit être soumise à une refonte complète. Quels changements la révision actuellement en préparation sur le plan cantonal pourrait-elle apporter dans les procédures de travail de la Protection de la population?

Le projet pour la nouvelle loi cantonale sur la protection de la population sera mis en consultation début 2020. En l’état actuel des choses, il semblerait qu’il n’existera plus à l’avenir d’organes communaux ou intercommunaux de conduite (ORCOC) dans le canton de Fribourg. C’est là une évolution qui me fait du souci. En effet, une centralisation des tâches actuelles des ORCOC ferait passer celles-ci en mains du Canton et l’élaboration de l’Analyse des risques serait alors effectuée par le Préfet. En conséquence de cette structure, les employés des communes devraient en cas d’événement particulier fournir un appui au Canton. Par ailleurs, les communes devraient en cas de catastrophe ou dans des situations extraordinaires obtenir un soutien du Canton. Ce système n’apporte rien de nouveau. Il présente certaines similitudes avec ce que l’on avait dans les années 1970. A mon avis, il faudrait que l’on continue à opérer au niveau des districts avec peut-être des organes de conduite de districts. Cela représente sur le plan des finances comme aussi sous l’aspect des résultats la solution la plus efficace en permettant d’assurer un appui rapide et efficace à la population exposée aux risques grâce à la connaissance des lieux et des ressources locales dont disposent des spécialistes déjà actifs dans la région. Ce qui est parfaitement dans le sens du principe déjà mentionné mais primordial : «En cas de crise connaître les gens».

Propos recueillis par Alain Grandjean
Chef Info ORCOC


L’organe de conduite communal ORCOC Région de Morat a pu tenir début novembre déjà sa première séance dans les nouveaux locaux du Herrenschwandweg à Morat. (Photos : Alain Grandjean)

Test des sirènes, comme chaque année début février

Text Deutsch

(6. fév. 2019) Les sirènes retentiront aujourd’hui dès 13h30 sur l’ensemble du territoire de la Suisse, dans le cadre d’un test des installations, tel qu’il est effectué chaque année à la même période un mercredi après-midi. Ce déclenchement programmé a pour but de vérifier le bon fonctionnement des installations.

En Suisse, quelque 5000 sirènes fixes (télécommandables) sont exploitées pour transmettre l’alarme générale à la population, auxquelles s’ajoutent environ 2200 sirènes mobiles. L’alarme peut être déclenché pour certaines régions seulement, en fonction des menaces effectives liées à la situation et avec la diffusion d’informations et de directives de comportement adaptées à l’intention de la population concernée.

Il existe dans le système d’alarme deux types de signal, soit l’alarme générale pour toute la population, qui retentira dans tous les cas avec un son oscillant continu durant une minute et est ensuite répété, et d’autre part l’alarme-eau correspondant à un danger spécifique.

On trouvera la description de l’alarme générale ainsi que les directives de comportement qui y sont liées sur le site web de l’Office fédéral de la protection de la population (OFPP): https://www.babs.admin.ch/de/alarm.html.

Alarme et information également par le canal d’une appli spécifique

Après l’alarme sonore générale, la population sera informée sur les développements de la situation par la radio ainsi que par les informations transmises par les autorités communales resp. organes communaux de conduite ainsi que par les services ou préposés cantonaux compétents. Une communication sur l’évolution de la situation et des dangers sera transmise au fur et à mesure par ces canaux jusqu’à ce que l’alarme ait pris fin.

Une application « Alertswiss » nouvellement introduite permet aux personnes en déplacement à l’extérieur de suivre en temps réel, via smartphone, toute l’information sur l’évolution d’une situation de danger avec les contenus proposés par le site web du même nom.

6 février 2019
Le responsable de l’information APPRM / ORCOC

Fotolegende
Un poste de radio suffit pour garantir à un ménage une information tenue à jour sur une situation de danger. Mais il existe aussi une appli qui, à l’aide du smartphone, permet rester informé également en cas de déplacement à l’extérieur.

Care Team

Nebst der technischen die psychologischen Ebene:
Die Rolle des Care Teams bei schweren Ereignissen

(06.03.2018) Bei einem folgenschweren Ereignis, das die Intervention der Notfalldienste erfordert (z.B. Unfall, Gewalttätigkeit, Hausbrand) kann über die Lebensrettung oder die gesundheitliche Versorgung hinaus bei betroffenen Personen auch das Bedürfnis nach einer psychologischen Betreuung entstehen. Wer knapp dem Tode entgangen ist, eine schwere Verletzung erlitten hat oder einen nahestehenden Menschen verloren hat, braucht in manchen Fällen jemanden, der bei ihm oder ihr ist und hilft, die Schwere des Ereignisses oder dessen Plötzlichkeit in der Akutphase allmählich zu verarbeiten. In dieser Unterstützung liegt die Aufgabe der Care-Teams, welche ergänzend zum Rettungseinsatz der Blaulichtorganisationen sich des einzelnen Menschen entsprechend seinem Zustand und der Situation annimmt.

Die Aufgabe eines Care Givers (Mitglied des Care-Teams, welches in einem bestimmten Fall zum Einsatz kommt) lässt sich nicht generell beschreiben, jeder Fall liegt anders. Es geht um eine situationsbezogene Betreuung, bei der das Zuhören, das sich Einfühlen eine grosse Rolle spielt. Mit einem Pikettdienst hält das Care-Team eine Bereitschaft zu jeder Zeit aufrecht, der Dienst wird aber nur dann aufgeboten, wenn die Notwendigkeit einer solchen Unterstützung von den Equipen vor Ort erkannt wird (Rettungssanitäter oder Notfallarzt, Polizei oder Feuerwehr). Die Alarmierungszentrale wird dann avisiert und löst den Care-Team-Einsatz aus.

Wenn der Care Giver auf dem Platz des Ereignisses zu den Notfalldiensten stösst, muss er sich bei der Ankunft in seiner Funktion ausweisen und danach seine Arbeit verrichten, ohne die technische Arbeit der Equipen zu stören.

Spezifische Ausbildung und Zweisprachigkeit

Eine Organisationsform des Care-Teams besteht im Seebezirk seit 2004, damals erkannten die Pfarrer Peter Altorfer von der Kirchgemeinde Ferenbalm und Jean-Marie Juriens von der Pfarrei Gurmels die Notwendigkeit einer solchen Unterstützung bei plötzlichen schweren Schicksalsschlägen, und sie stellten damals auf ökumenischer Basis die Notfallseelsorge auf die Beine, aus der sich das Care-Team See/Lac entwickelt hat. 2017 erfolgte eine Fusion dieser Organisation mit der Notfallseelsorge Sense. In der heutigen Struktur sind Angehörige verschiedener Berufsgruppen zusammengeschlossen im Verein Care Team See/Lac & Sense, der von zwei Standorten aus die Pikettdienste und Einsätze organisiert. Die Betreuung durch das Care Team kann nicht durch Privatpersonen direkt angefordert werden, sie ist aber für die betroffenen Menschen kostenlos. Es besteht für die Angehörigen des Care-Teams auch Schweigepflicht.

Für den Seebezirk verfügt die Organisation heute über 14 Personen, welche die erforderliche Ausbildung mit 6 Kurstagen absolviert haben. Zusätzlich zu den Anforderungen an die Angehörigen eines Care-Teams besteht die Bedingung, eine Betreuung in deutscher wie in französischer Sprache wahrnehmen zu können. Trotzdem hat Regula Hüssy, Co-Präsidentin des Vereins und stellvertretende Direktorin des Ambulanzdienstes Murten und Umgebung, keine Sorgen für die Rekrutierung, die nötige Belegschaft ist vorhanden, um den Dienst in der zweisprachigen Region des erweiterten Seebezirks sicherzustellen.

Ein Aspekt des Bevölkerungsschutzes

Gemäss den Statistiken des Vereins gab es im Einzugsgebiet des Care-Teams für den Seebezirk 23 Einsätze im Jahr 2017. Wenig vielleicht im Vergleich mit den Einsätzen des Ambulanzdienstes, doch zweifellos in jedem dieser Fälle wichtig für die Betroffenen. Mit der psychologischen Betreuung von überforderten – zeitweilig jedenfalls – Opfern eines schweren Ereignisses stellt die Care-Team-Tätigkeit auch eine Aufgabe des Bevölkerungsschutzes dar, die sich in einer eingespielten Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen und der Alarmierungszentrale abspielt.

Bevölkerungs- der Region Murten BSVRM / APPRM Chef Info GFO

Verein Care Team See/Lac & Sense:
c/o Ambulanz und Rettungsdienst Murten und Umgebung
Postfach 7
3280 Murten
www.careteamsls.ch / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Bildlegende:
Auch die auf den einzelnen Menschen bezogene Arbeit des Care Teams beruht auf die genau geregelte und vernetzte Organisation der Notfalldienste.

Notfallnummer

Internationaler Notruf 112
Polizei 117
Feuerwehr 118
Sanität 144
Vergiftungsnotfälle 145
Rega 1414
Dargebotene Hand 143
Permanence 0263067110
Notfallarzt See 0900670600
Notfallapotheke WE 0263042140
Zahnärztlicher Notruf 0848141414
Insektenbekämpfung 0763957144

Nächste Termine

Keine Termine gefunden
Legetøj og BørnetøjTurtle