Hitzewelle in der Schweiz (Juli 2015)

(06.07.2015 – GFO) Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz hat bereits am 2. Juli eine Hitzewarnung der Stufe 4 (rot = grosse Gefahr) ausgegeben. Noch für mehrere Tage – voraussichtlich bis Dienstag 7. Juli, – war eine ausserordentlich grosse Hitze angekündigt mit Höchsttemperaturen an exponierten Orten zwischen 33 und 37 Grad. Eine besonders starke Hitzewelle gab es zuvor im August 2003, dann wieder im Jahr 2007.

Das Bundesamt für Gesundheit informiert gegenwärtig an prominenter Stelle auf seiner Website über die Hitzewelle, die seit Anfang Juli grosse Teile der Schweiz Europas heimsucht (www.bag.admin.ch). Es besteht auch eine spezielle Internetadresse www.hitzewelle.ch, auf der zielgerichtet die nötigen Informationen abgeholt werden können.

Les informations et recommandations données par la Confédération sont accessibles dans des versions française et italienne soit sur le site de l’Office fédéral de la Santé publique (OFSP : www.ofsp.admin.ch soit sur le site www.canicule.ch où sont réunies toutes les informations utiles sur cette thématique.

Grundsätzliches

Hohe Temperaturen können Auswirkungen auf die Gesundheit haben und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, halten die Behörden fest bezüglich der jetzigen Situation fest. Zur Risikogruppe zählen vor allem ältere und (chronisch) kranke Personen sowie Kleinkinder. Sie benötigen nun spezielle Aufmerksamkeit und Betreuung.

Die wichtigsten Empfehlungen, um sich vor der Hitze zu schützen sind:

  • Körperliche Anstrengungen vermeiden
  • Wohnung und Körper möglichst kühl halten
  • Viel trinken (mindestens 1.5 Liter pro Tag); optimal sind Wasser, Tee und mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte
  • Erfrischende, kühle Speisen zu sich nehmen
  • Während und nach sportlichen Betätigungen Salzverlust ausgleichen

Bei Hitzestress können folgende Symptome auftreten:

  • Hohe Körpertemperatur
  • Erhöhter Puls
  • Schwäche/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Trockener Mund
  • Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Bei Anzeichen von Symptomen muss gehandelt werden: Die betroffene Person hinlegen und den Körper abkühlen. Falls sie bei Bewusstsein ist, frisches Wasser einflössen.
Wenn diese Massnahmen keine Besserung bringen, muss medizinische Hilfe angefordert werden.

Ratschläge für Tage mit grosser Hitze:

  • Trinken: Normalerweise brauchen wir etwa 2 Liter Flüssigkeit pro Tag; an heißen Tagen können es aber durchaus 3-4 Liter Wasser sein.
  • Essen: Schwer verdauliche, fettreiche oder üppige Mahlzeiten liegen schwer im Magen und belasten den Kreislauf zusätzlich. Essen Sie deshalb lieber Salat oder Obst statt Braten.
  • Salz- und Mineralstoffe: Wenn wir viel schwitzen verliert unser Körper auch wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden.
  • Kleidung: Für den Sommer empfiehlt sich helle, luftige Kleidung aus Naturfasern. Dadurch lässt sich ein Hitzestau im Körper vermeiden. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen.
  • Überanstrengungen: Belasten Sie Ihren Kreislauf durch schwere körperliche Arbeit oder Sport nicht noch zusätzlich. Denn - jede körperliche Anstrengung erhöht den Energieumsatz und damit die Körperwärme, die der Körper an die Umgebung abgeben muss. Besser ist es, Sport in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu betreiben.
  • Räumlichkeiten: Am besten lüften Sie morgens und abends Ihre Wohnung gut durch und schließen tagsüber Rollläden und Jalousien.
  • Abkühlung: Wenn es gar nicht mehr gehen sollte, können Sie zur schnellen Abkühlung im Sommer kaltes Wasser über die Innenseite der Handgelenke laufen lassen oder noch besser ein kaltes Unterarm- und Fußbad nehmen. Durch den Kältereiz werden die Gefäße wenigstens für kurze Zeit enger gestellt - der Kreislauf wird wieder gestärkt.
  • Alkohol: Nach Alkoholgenuss werden die Gefäße im Körper zusätzlich noch weiter gestellt als sie ohnehin schon sind, das heißt dem Kreislauf steht noch weniger Blut zur Verfügung. Zusätzlich wird die Flüssigkeitsausscheidung über die Niere angeregt - der Körper verliert noch mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. Verzichten Sie deshalb während der heißen Tage besser auf alkoholhaltige Getränke.

Dem Problem der Hitze bei der Arbeit Rechnung tragen

Das Staatssekretariat für Wirtschaft seco stellt seinerseits auf seiner Website die Merkblätter «Arbeit bei Hitze im Freien... Vorsicht!» sowie «Arbeit bei Hitze in Gebäuden... Vorsicht!» zur Verfügung, auf denen die zu treffenden Massnahmen in der Arbeitswelt zusammengestellt sind: www.seco.admin.ch, mit dem entsprechendem Suchbegriff.

GFO Region Murten

Chef Info BZVRM