Zika-Virus: Eine Gefahr vor allem für das werdende Kind (Februar 2016)

Innert kürzester Zeit ist der zuvor in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannte Zika-Virus zu einem gefürchteten Krankheitserreger geworden. Soeben wurde er vom Bundesamt für Gesundheit BAG in die Liste der Infektionskrankheiten aufgenommen, zu denen diese Behörde auf ihrer Website aktuelle Informationen und Empfehlungen anbietet.

Interview:Die von der so genannten Ägyptischen Tigermücke übertragene Zika-Krankheit bricht vielen von den angesteckten Menschen nicht aus, oder bloss mit vorübergehenden mittelschweren Symptomen wie leichtes Fieber, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen. Bei der Ansteckung von Schwangeren kann das Zika-Virus allerdings zu folgenschweren Missbildungen des Schädels und des Gehirns beim Neugeborenen (Mikrozephalie) führen. Der ursächliche Zusammenhang mit der Zika-Krankheit ist zwar nicht wissenschaftlich erhärtet, aber es besteht dafür starker Verdachtmomente. So sprach Anfang Februar der Nofallausschuss der Weltgesundheitsorganisation WHO auf Grund solcher Fälle von einer „Gesundheitslage von internationaler Tragweite“. In den gegenwärtig besonders heimgesuchten Ländern Süd- und Mittelamerikas, namentlich in Brasilien, werden zurzeit dramatische Massnahmen mit Einsatz der Armee ergriffen.

Ausbreitung momentan in Lateinamerika

Das Zika-Virus ist erstmals 1947 in Uganda bei einer Population Rhesusaffen festgestellt worden. Vom Namen des Waldes, wo jene lebten „Zika“ ist ihm dann der Name gegeben worden. Das Virus ist seither verschiedentlich in Afrika
und Asien aufgetreten, doch nicht in dem heutigen Ausmass und mit den Folgen, die man heute beklagt. Die gleiche Mückengattung ist auch verantwortlich für die Verbreitung der Krankheiten Dengue, Chikungunya und Gelbfieber, vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten. Es wird also empfohlen, bei der Planung von Reisen sich bei einem Arzt über alle gesundheitlichen Risiken zu informieren und sich über die aktuelle epidemiologische Lage zu erkunden. Das BAG verweist hierzu auf die Website www.safetravel.ch , wo Empfehlungen von Schweizer Tropenmedizinern abgerufen werden können.

Bild:
Verantwortlich für die Verbreitung der Zika-Krankheit in Lateinamerika ist die (bei uns nicht heimische) Tigermücke Aedes aegypti. (CDC/J. Gathany/Website WHO)

 

 

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